Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

SDG-Dialogforum Österreich

Zweites SDG Dialogforum Österreichs - "Aktuelle Chancen und Perspektiven zur Umsetzung der Agenda 2030"

Voraviso zu SDG Dialogforum

Am 6. und 7. Oktober 2022 fand das zweite SDG Dialogforum statt. Diese von Zivilgesellschaft und Verwaltung (BMEIA, BKA, BMAW, BMSGPK und BMK) gemeinsam getragene Veranstaltung versteht sich als gemeinsame Anstrengung, alle betroffenen und interessierten Institutionen anzusprechen und die Umsetzung der SDGs in Österreich voranzubringen. Während der erste Tag dazu diente, bestimmte Schwerpunktthemen aus dringenden politischen Fragestellungen heraus auf technischer Ebene im Rahmen sogenannter Innovationspools (Workshops) vorzubereiten, wurden am zweiten Tag die so diskutierten Themen auf politischer Ebene aufgegriffen, um so einen Anstoß zur Implementierung zu setzen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde weiters ein Bundesländerschwerpunkt gesetzt, um auch die Länderperspektive einzubinden. Spezielle Aufmerksamkeit erfuhren Jugendvertreter, um auch deren Positionen zu Nachhaltigkeitsthemen stärker zu erfassen.   

Die vier Innovationspools orientierten sich an folgenden Themen:  

  • Wie viel Energie braucht Österreich? Wege zu einer sozial- und naturverträglichen Energiewende
  • Skills für das 21. Jahrhundert
  • Gleiche Chancen, Wohlergehen und soziale Inklusion von Kindern und Jugendlichen (BMSGPK) und
  • Österreichs Entwicklungspolitik. Auf multiple Krisen reagieren. Resilienz fördern

Der Innovationspool "Skills für das 21. Jahrhundert" wurde gemeinsam vom BMAW und dem EU-Umweltbüro organisiert. Unter der Regie von Moderator Gerald Berger diskutierten knapp 20 ausgewählte und höchste qualifizierte Personen dieses sehr breite Thema, wobei Verwaltung, Zivilgesellschaft, Akademia, Bundesländer, Sozialpartner und Unternehmen vertreten waren. Als Ergebnis der zweieinhalbstündigen Diskussion wurden drei Hauptaussagen herausgefiltert und an die Diskussionsrunde auf Minister:innen-Ebene berichtet:

  • Die Welt ändert sich - Krisen unter zusätzlicher Berücksichtigung des demografschen Wandels (abseits der Pandemie, des Russland/Ukraine Krieges und der Klimakrise) können auch als Chance verstanden werden, aufgeschobene transformative Prozesse anzugehen. Die SDGs dienen dabei als globaler Kompass und Bildung als „zentrale Stellschraube“ zur Erreichung aller SDGs.
  • Eine zentrale Bedeutung für die Zukunft kommt der Stärkung der ‚soft und sozialen Skills‘ in allen Bevölkerungsgruppen zu. Das durch eine aktuelle OECD-Studie belegte hohe Growth Mindset, d.h. h die positive Einstellung zum Lernen und persönlichen „Wachsen“ von Kindern sollte unterstützt und Umweltthemen bzw. Naturerfahrung im Bildungssystem verpflichtend verankert werden. Um die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen bedarf es digitaler Kompetenzen als Voraussetzung; gleichzeitig dürfen Risiken, wie etwa die bestehende digitale Kluft in allen Sektoren und Gesellschaftsgruppen nicht vernachlässigt werden. Eine bedarfsorientierte Qualifikation ist und bleibt auch der Schlüssel für die Chancen am Arbeitsmarkt und die Adressierung des Fachkräftebedarfs.

Zu einem passenden Umfeld für eine nachhaltige Transformation gehören:

  • eine bessere Datennutzung, um evidenzbasierte Entscheidungen zu ermöglichen
  • ein kontinuierliches Monitoring der Nachhaltigkeit der Systeme
  • die Einbindung aller Institutionen
  • die Anpassung des Bildungssystem (vom Vorschulalter bis zum lebenslangen Lernen) an die SDGs;
  • die Schaffung eines Umfeld, in dem Menschen transformativ im Sinne der SDGs wirken können.

Die Debatte zu den Skills für das 21. Jahrhundert endet NICHT mit der Diskussion am 6. und 7. Oktober. Die Fortführung eines Stakeholder-übergreifenden Dialogs (z.B. in der Form eines thematischen Forums bzw. im Rahmen des jährlichen SDG Dialogforums) wird geplant, wieder mit Beteiligung von Wissenschaft, Bildungsinstitutionen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung und den Bundesländern. 

Eines der im IP genannten Best Practice Highlights: Das Future Lab der FILL GMBH, Maschinenbau OÖ -  eine unternehmerische Eigenleistung im Bildungsbereich. Im Rahmen des betriebsinternen Future Lab werden jährlich bis zu 3.000 Kindern und Jugendlichen bei der Berufswahl durch Vermittlung digitaler und unternehmerischer Inhalte unterstützt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung:

Erstes SDG-Dialogforum Österreichs

Einladung zum SDG Dialogforum am 28.09.2021

Am 28. September 2021 fand das erste SDG Dialogforum unter dem Titel "Building forward better" mit der Agenda 2030 - Gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung nach COVID-19 statt, welches nun jährlich stattfinden wird.

Dieses hatte zum Ziel, wie im SDG 17 "Partnerschaften zur Erreichung der Ziele" vorgesehen, Multistakeholder-Partnerschaften zu fördern. Es wurde gemeinsam organisiert von Bundesverwaltung, SDG Watch Austria, Ban Ki-moon Centre for Global Citizens und Naturhistorischem Museum Wien.

Regierungsmitglieder, Expertinnen und Experten sowie wichtige Stakeholder aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft diskutierten aktuelle Herausforderungen, Innovationen und Lösungsansätze der Nachhaltigen Entwicklung nach COVID-19. Der erfolgreiche Auftakt des jährlich geplanten Events mit über 530 Zusehenden legt die Basis für intensivere Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft zur Umsetzung der Agenda 2030 in Österreich.

Innovationspools

Im Rahmen des Dialogforums  fanden Diskussionen zu den vier Schwerpunktthemen: Klimaschutz und Klimawandelanpassung; Digitalisierung; Frauen, Jugend & „Leaving no one behind“; Österreich im globalen Kontext in neuartigen Innovationspools statt. In diesen wurden relevante Fragen ausgearbeitet, welche anschließend den hochrangigen Podiumsteilnehmerinnen und Teilnehmer im Club 2-Format gestellt wurden.

Innovationspool Digitalisierung

Das Innovationspool zum Thema Digitalisierung, welches seitens des Wirtschaftsministeriums  organisiert wurde, gab den insgesamt 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit eines Austauschs zu Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im Hinblick auf die Erreichung der SDGs. Einigkeit bestand, dass Digitalisierung einen bedeutenden Beitrag zur Bewältigung von Pandemie und Krise leiste. Die Chancen der Digitalisierung wurden im Hinblick auf die SDGs als besonders hervorgehoben. Gleichzeitig werden aber auch negative Seiteneffekte sichtbar. 

Begrüßung

Im Anschluss an die Innovationspools begrüßte Moderatorin Monika Fröhler, CEO des Ban Ki-moon Centres for Global Citizens, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Begrüßungsworte überbrachten außerdem Karoline Edtstadler, Bundesministerin für EU und Verfassung (Videobotschaft); Peter Launsky-Tieffenthal, Generalsekretär im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (Videobotschaft); Margarete Schramböck, zu diesem Zeitpunkt Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (Videobotschaft); Thomas Alge, Steuerungsgruppenmitglied von SDG Watch Austria; Ban Ki-moon, 8. VN-Generalsekretär und Ko-Vorsitzender des Ban Ki-moon Centre for Global Citizens (Videobotschaft) und Katrin Vohland, Generaldirektorin des Naturhistorischen Museums Wien. Bei den direkt darauffolgenden Ergebnispräsentationen der Innovationspools berichteten die jeweiligen Rapporteurinnen und Rapporteure per Live-Übertragung ins Naturhistorische Museum.

Club 2

Im Rahmen des Club 2, welches von Corinna Milborn moderiert wurde, diskutierten: Bundesministerinnen Karoline Edtstadler und Leonore Gewessler, Bundesminister Wolfgang Mückstein, Sonderbeauftragte des Bundeskanzlers und ThinkAustria-Leiterin Antonella Mei-Pochtler sowie Nicola Brandt, Leiterin des OECD Centre Berlin.

Die zentralen Ergebnisse der Podiumsdiskussion behandelten den Aufholbedarf im Bereich Klimaschutz und Klimawandelanpassung; die verstärkten (Geschlechter)-Ungleichheiten durch COVID-19; weiters wurde die Notwendigkeit der multilateralen Zusammenarbeit und nachhaltigen Investitionen erwähnt bzw., dass Krisen nur global gelöst werden können. Ebenso wurde Digitalisierung als entscheidender Input zur Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele, zudem die Ungleichverteilung des Zugangs zur digitalen Welt und der Digital Gap genannt. Erfolgsbeispiele in diesem Zusammenhang seien beispielsweise im Bereich der E-Governance, der internationalen Zusammenarbeit, oder bei der Nutzung von Daten für effizientere Landwirtschaft, Borkenkäferbekämpfung oder Feuerkontrolle im Zuge der Klimawandelanpassung.

Die in den Innovationspools erarbeiteten Lösungsansätze sollen in die weiteren Arbeiten zur Umsetzung der Agenda 2030 in Österreich einfließen.

Weiterführende Informationen

Link zum Gesamtbericht (PDF, 674 KB)

Kontakt

OECD, Nachhaltigkeit: nachhaltigkeit@bmaw.gv.at