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FAQs zum Krieg in der Ukraine

Allgemeine Informationen

Österreich verurteilt den Angriff Russlands auf die Ukraine zutiefst und trägt alle von der Europäischen Union ergriffenen Sanktionen mit. Zugleich unterstützen wir alle betroffenen heimischen Unternehmen in Österreich und vor Ort nach Kräften.

Sollten Sie als betroffenes Unternehmen Fragen haben, wenden Sie sich bitte an das Bürgerservice des BMDW:

Hotline:

0800-240 258 (kostenlos aus ganz Österreich) oder
(+43) 1 711 00-805555

E-Mail: service@bmdw.gv.at

Weitere Informationen finden Sie auch unter Ukraine/Russland/Belarus: Infos und FAQ für Unternehmen - WKO.at

Es erfolgt eine laufende Evaluierung der Situation der betroffenen österreichischen Unternehmen. Im Rahmen der Internationalisierungsoffensive go-international wurde bereits ein Servicepaket erstellt, das Leistungen für betroffene österreichische Unternehmen anbietet.

Informationen zum Servicepaket von go-international unter: www.go-international.at

Weiters sind Überbrückungsgarantien der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) oder Maßnahmen im Bereich Cybersecurity in Aussicht genommen. Neue Maßnahmen werden hier tagesaktuell ergänzt.

Vor allen Reisen in die Ukraine wird aufgrund der unvorhersehbaren Sicherheitssituation eindringlich gewarnt. Es wird dringend geraten, die Ukraine unverzüglich zu verlassen. 

Nach dem Überfall russischer Truppen wurde ab 24.2. 00:00 Uhr wurde in der Ukraine der Notstand verhängt und das Kriegsrecht ausgerufen. Dadurch kann es, je nach Region und aktueller Situation, u.a. zu Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sowie zu verstärkten behördlichen Kontrollen kommen. Den Anweisungen der lokalen Behörden ist unbedingt Folge zu leisten. Insbesondere in den Grenzgebieten zu Russland, Belarus, den nicht-regierungskontrollierten Gebieten und der Küste gelten regional unterschiedliche strengere Regelungen. Bitte beachten Sie in diesen Fällen die Vorgaben des Staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine.

Weitere Informationen: www.bmeia.gv.at

Nach den Sanktionen von 2014 ist Russland nicht mehr unter den TOP-10-Handelspartnern Österreichs. 2020 entfielen jeweils 1,5 Prozent der österreichischen Gesamtexporte (2,1 Mrd. Euro) und der österreichischen Gesamtimporte (2,2 Mrd. Euro) auf Russland.

Die Eskalation des Russland-Ukraine Konflikts trifft die Wirtschaft im Euro-Raum vor allem über höhere Energiepreise, da vor allem Gasimporte aus Russland nicht kurzfristig durch Importe aus alternativen Bezugsquellen ersetzt werden können. Hier zeigt sich, dass Österreichs Wirtschaft überdurchschnittlich stark von Beschränkungen von Erdgaslieferungen betroffen wäre. Laut EZB-Analyse würde ein Rückgang des Erdgasangebots um 10 Prozent die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung im Euro-Raum um etwa 0,7 Prozent dämpfen, in Österreich hingegen um 1,25 Prozent. Zudem hätte ein Stopp der Gaslieferungen nach Österreich Auswirkungen auf die Produktivität von Industriebetrieben, die von Gas für die Produktion oder als Mittel zur Stromversorgung abhängig sind.

Der österreichische Fiskalrat geht gemäß derzeit berechenbarer Kriegsfolgen von einer Senkung des BIP um ein bis zwei Prozent aus. Wenn die österreichischen Exporte nach Russland, in die Ukraine und nach Belarus für ein Jahr gestoppt werden, schätzt das IHS den Wertschöpfungsverlust Österreichs inklusive Vorleistungen für andere Länder auf ca. 4 Mrd. Euro.

Laut Simulationsrechnungen (Kiel Institut für Weltwirtschaft) blieben die negativen Effekte eines Handelsembargos gegen Russland für bestimmte Produktgruppen langfristig für Österreich und die EU begrenzt; die fehlenden Importe Russlands würden durch Produkte der westlichen Bündnispartner ersetzt.

Österreichs Handelsströme mit der Ukraine spielen in ihrer Gesamtheit grundsätzlich eine untergeordnete Rolle (0,5 Prozent des gesamten Handelsvolumens). Allerdings rechnen Expertinnen und Experten in manchen Branchen (unter anderem Automobil- und Zulieferindustrie) mit großen Auswirkungen auf existierende Lieferketten. Hier kann es durch den Ausfall von nicht substituierbaren Produkten zu deutlichen Verwerfungen kommen.

Rund 90 Mio. Euro an Handelsströmen zwischen Österreich und der Ukraine entfallen auf den Agrarbereich. Um die Versorgungssicherheit muss sich Österreich zum derzeitigen Stand keine Sorgen machen. Lediglich im Bereich der Importe von Ölfrüchten, insbesondere Raps, kann es zu Engpässen kommen.

Auch in der digitalen Welt sind die Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine zu spüren und daher ist sowohl für Bürgerinnen und Bürger, aber auch für Unternehmen äußerste Vorsicht geboten! Das Computer Emergency Response Team Austria (CERT) spricht von einer "sehr hohen allgemeinen Gefährdungslage". Cyberkriminelle missbrauchen akute Bedrohungslagen wie diese, um die Unsicherheit der Bevölkerung für ihre kriminellen Aktivitäten zu nutzen. Die Anzahl der Cyberangriffe auf Firmennetzwerke hat schon im letzten Jahr stark zugenommen. Als Reaktion Russlands auf Sanktionen könnte es zu vermehrten Cyberangriffen auf westliche Unternehmen kommen.

Achten Sie daher besonders darauf, auf keine fragwürdigen Links in E-Mails oder anderen Nachrichten (Social Media, SMS) zu klicken und keine sensiblen Daten an Unbefugte weiterzugeben. Im Zweifelsfall lautet die Devise: Zuerst nachdenken und überprüfen, dann klicken! Sichern Sie Ihre Accounts mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung und aktualisieren Sie Ihre Antivirenprogramme. Auch für Unternehmen ist es ratsam, ihre vorhandenen Cybersicherheits-Systeme verstärkt auf Ihre Funktionstüchtigkeit zu testen, in ihre Cybersecurity zu investieren (z.B. Firewalls stärken, Software aktualisieren, Back-ups erstellen) und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema IT-Sicherheit zu sensibilisieren.

Die aktuelle Bedrohungslage wird von CERT tagesaktuell verfolgt. Auf der CERT Website finden Sie nähere Infos zum Thema, relevante Sicherheitstipps, wichtige Meldungen und akute Warnungen. Auf unserer Seite onlinesicherheit.gv.at finden Sie zudem ein interessantes Interview über die Gefahren eines Cyber-Krieges.

Weitere Informationen

Ja. Das ursprünglich als Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen (BGBl. Nr. 387/1991) wird auf der Grundlage eines Notenwechsels über die vertraglichen Beziehungen zwischen Österreich und der Russischen Föderation (BGBl. Nr. 257/1994) weiter angewendet.

Unterstützung am Arbeitsmarkt

Im Rahmen der Internationalisierungsoffensive go-international wurde ein Servicepaket erstellt, das Leistungen für betroffene österreichische Unternehmen anbietet.

Die ÖKB stellt einen Kreditrahmen (Ergänzungs-KRR) für Unternehmen zur Verfügung, die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind.

Weiters sind Überbrückungsgarantien der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) in Aussicht genommen.

Die ABA-Jobbörse (www.workinaustria.com) bietet Unterstützung von Ukrainerinnen und Ukrainern und Drittstaatsangehörigen, die aus der Ukraine nach Österreich kommen und auf der Suche nach einem qualifizierten Job sind durch: Bewerbung der Stellenangebote heimischer Unternehmen auf der ABA-Jobbörse in dieser Personengruppe, damit diese rasch in den österreichischen Arbeitsmarkt integriert werden.

Ebenso werden rechtliche Informationen zu Aufenthalt und Zugang zum Arbeitsmarkt auf der ABA-WORK in AUSTRIA Website (www.workinaustria.com) für diese Personengruppe zur Verfügung gestellt.

Deutsche Informationen auf der Seite der ABA.

Eine im Ausland abgeschlossene Berufsausbildung kann vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) mit einer fachlich gleichwertigen Lehrabschlussprüfung gleichgehalten werden. 

Informationen zur Gleichhaltung einer ausländischen Berufsausbildung

Im Rahmen der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse besteht die Möglichkeit eines erleichterten Verfahrens zur Bewertung von Qualifikationen. Dieses niederschwellige Verfahren gemäß § 6 Anerkennungs- und Bewertungsgesetz dient der Orientierung am Arbeitsmarkt für Unternehmen und Arbeitssuchende mit dem Ziel, die qualifikationsadäquate Beschäftigung in Österreich zu unterstützen. Um eine rasche Arbeitsmarktintegration zu ermöglichen, kann dieses Verfahren insbesondere von Personen aus der Ukraine verstärkt genutzt werden. 

Antragsformular: Bewertung einer Ausbildung