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Corona-Joboffensive Mit der „Corona-Joboffensive“ ist der Bundesregierung die größte arbeitsmarktpolitische Initiative in der Geschichte der Zweiten Republik gelungen. Die Corona Joboffensive ermöglicht nachhaltige Beschäftigungsperspektiven und unterstützt eine zukunftsorientierte Wirtschaftsentwicklung.

Logo NextGenerationEU - Finanziert von der Europäischen Union
Diese Initiative wird zum Teil von der EU im Rahmen des EU-Aufbauplans finanziert.

Die Corona-Joboffensive besteht aus einem Bündel von Förderinstrumenten, die auf die unterschiedlichsten Qualifizierungsanforderungen, von Ergänzungsqualifizierungen bzw. Upskillings über Fachkräftestipendien bis zu längerfristigen Gesamtausbildungen, zugeschnitten sind.

Zielgruppen der Joboffensive

  • arbeitslose Personen, die die pandemiebedingten Veränderungen für eine berufliche Neuorientierung oder Weiterbildung nutzen wollen,
  • arbeitslose Personen, deren Chancen auf Wiederbeschäftigung durch Qualifizierung deutlich gesteigert werden können,
  • arbeitslose junge Erwachsene ohne Ausbildungsabschluss, die im Sinne der Ausbildungsgarantie bis 25 besonders unterstützt werden sollen,
  • Frauen bzw. Wiedereinsteigerinnen nach familiär bedingten Berufsunterbrechungen,
  • Personen mit Behinderung, Personen mit sprachlich bedingten Beschäftigungsproblemen und Personen mit komplexen Vermittlungseinschränkungen,
  • Beschäftigte, so auch Kurzarbeitende, deren Arbeitsplatz durch arbeitsplatzerhaltende Qualifizierung abgesichert werden soll.

Wesentliche Ziele

  • Professionelle Beratung und Begleitung für eine passende Bildungs- und Karriereplanung unter Berücksichtigung der individuell unterschiedlichen Anforderungen
  • Forcierung arbeitsmarktnaher und praktisch ausgerichteter Aus- und Weiterbildungsaktivitäten in zukunftsträchtigen Qualifizierungsfeldern (Digitalisierung, MINT, Internationalisierung, Umwelt, Pflege, Bildung und Soziales)
  • Nachholen von Lehrabschlüssen
  • Erhöhung von Vermittlungs- und Beschäftigungschancen
  • Abdeckung des bestehenden und künftigen Arbeitskräftebedarfes

Bildungsbonus

Personen, die eine Qualifizierungsmaßnahme oder (Um-)Schulung im Rahmen der Joboffensive absolvieren, die länger als vier Monate dauert, erhalten zusätzlich zu ihrer normalen Leistung aus der Arbeitslosenversicherung einen Bildungsbonus von 4 Euro täglich – zusammen mit dem Zusatzbetrag für schulungsbedingten Mehraufwand in Höhe von rund 2 Euro sind das rund 180 Euro pro Monat. Der Bildungsbonus wird automatisch mit dem Arbeitslosengeld ab Teilnahme an der Ausbildung ausgezahlt. Ein Antrag ist nicht erforderlich. 

Der Bildungsbonus wurde im Rahmen der Corona-Joboffensive eingeführt, um während der Covid19-Pandemie Aus- und Weiterbildung zu fördern. Die Corona-Joboffensive ermöglichte im Zeitraum von Oktober 2020 bis Dezember 2021 Eintritte in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für über 100.000 Arbeitslose und Beschäftigte.

Der Bildungsbonus wurde als Anreiz für längere Ausbildungen gut angenommen und aufgrund seiner positiven Wirkungen über den Zeitraum der Corona Joboffensive hinaus für Eintritte in Qualifizierung bis 31.12.2022 verlängert.

Abwicklung

  • Wenn Sie sich für eine Weiterbildungsmaßnahme interessieren, wenden Sie sich vorab an die für Sie zuständige Regionale Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice (AMS).
  • Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte oder Kurzarbeitende kann der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin organisieren. Die Weiterbildungskosten werden bei Kurzarbeit bis zu 60% gefördert (für Weiterbildung während der Kurzarbeit im Zeitraum 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 sogar mit bis zu 75%). Die Qualifizierungsförderung für Beschäftigte richtet sich an Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen, die ansonsten selten in betriebliche Fortbildung eingebunden sind, und beträgt bis zu 50%.
  • Informationen zum Fachkräftestipendium erhalten Sie auf der Webseite des AMS. Um die Angebote im Schwerpunkt Gesundheit / Soziales auszubauen, wurde die Liste der mittels Fachkräftestipendium förderbaren Ausbildungen mit 1. September 2021 durch Ausbildungen im Bereich Pflegeassistenz und Elementarpädagogik ergänzt!

Hinweis

Die Corona-Joboffensive förderte Ausbildungen, die bis 31. Dezember 2021 angetreten wurden. Der Bildungsbonus wird weiterhin ausbezahlt, auch für Ausbildungen mit Eintritt bis 31. Dezember 2022.

Letzte Aktualisierung: 29. August 2022