Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Überbetriebliche Lehrausbildung im „Nordischen Ausbildungszentrum Eisenerz“

Couchpotatoes einmal weghören, jetzt wird’s sportlich! Im „Nordischen Ausbildungszentrum Eisenerz“ (NAZ) können junge Wintersportlerinnen und Wintersportler ihre sportliche Karriere vorantreiben und ganz nebenbei einen Lehrabschluss in einem am Arbeitsmarkt nachgefragten Beruf machen. Und wem das noch nicht reicht, absolviert zusätzlich den berufsbegleitenden Maturalehrgang am BFI. Die flexiblen, bedürfnisgerechten Ausbildungsformate macht eine Förderung des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) und des Landes Steiermark möglich.

Im Moment werden im NAZ Eisenerz insgesamt 35 Lehrlinge überbetrieblich ausgebildet. Die Bandbreite der Berufsfelder reicht hier vom handwerklichen (Tischlerin bzw. Tischler) über den kaufmännischen Bereich (Bürokauffrau bzw. Bürokaufmann) bis hin zu Zukunftsberufen, wie der Mechatronikerin bzw. dem Mechatroniker. Sie alle teilen die Leidenschaft für den Wintersport und den Traum, im Spitzensport dauerhaft erfolgreich zu sein. Dafür trainieren die Jugendlichen Tag für Tag hart und nehmen so manche Entbehrung in Kauf. Eine reguläre Berufsausbildung noch nebenbei? Das wäre normalerweise schon rein zeitlich nicht möglich.

Nichtsdestotrotz gilt jedoch auch für junge Spitzensportlerinnen und Spitzensportler unter 18 Jahren in Österreich die sogenannte Ausbildungspflicht. Seit Herbst 2017 steht es jungen Menschen nach ihrem neunten Pflichtschuljahr nicht mehr frei, ob sie eine weiterführende Ausbildung besuchen. Sie können sich jedoch ihren weiteren Bildungs- oder Ausbildungsweg aus einem breiten Angebot auswählen. Dieser kann den Besuch einer weiterführenden Schule, das Absolvieren einer betrieblichen oder überbetrieblichen Lehre oder auch ein anderes Angebot – etwa die Teilnahme an einem Angebot des Arbeitsmarktservice (AMS) oder des Sozialministeriumservice (SMS) – vorsehen.

Nordischen_Ausbildungszentrum_Eisenerz_Copyright_Bigwall Productions/bfi Steiermark
  Foto Bigwall Productions/bfi Steiermark

Erfüllt ist die Ausbildungspflicht für die Jugendlichen erst dann, wenn sie einen weiterführenden Abschluss – dies kann ein Lehrabschluss, die Matura oder der positive Abschluss einer Berufsbildenden Mittleren Schule (BMS) sein – erlangt oder das 18. Lebensjahr beendet haben. Ziel ist es, dass jeder junge Mensch den für ihn persönlich höchstmöglichen Abschluss erlangt. Der Pflichtschulabschluss allein, das zeigen die Daten des AMS, ist zu wenig, um einen Arbeitsplatz zu finden und diesen zu halten. Österreichweit ist jede und jeder Vierte, die bzw. der nur einen Pflichtschulabschluss vorweisen kann, arbeitslos.

Zwar mag sich eine Karriere im Spitzensport monetär durchaus lohnen, jedoch kann eine Verletzung dem Traumberuf ein jähes Ende bereiten. Zudem hat die sportliche Karriere ein natürliches Ablaufdatum, denn Spitzenleistungen lassen sich meist nur in der Jugend und im jüngeren Erwachsenenalter vollbringen. Um den jungen Sportlerinnen und Sportlern hier Sicherheit in Form einer begleitenden Berufsausbildung zu vermitteln, übernehmen das BMAW und das Land Steiermark nicht nur die Ausbildungskosten, sondern finanzieren auch die Unterbringung der jungen Sportlerinnen und Sportler am Standort. Denn diese kommen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Eisenerz – ein vergleichbares Angebot gibt es in Österreich bislang nicht.

Das NAZ Eisenerz ist eine der bedeutendsten Ausbildungseinrichtungen und Kaderschmieden für den nordischen Sport in Österreich. Bereits über 400 junge Sportlerinnen und Sportler haben hier seit dessen Gründung eine Lehre gestartet. Das duale Ausbildungsmodell "Lehre und Sport" ist ein Erfolgsmodell, das es den Jugendlichen ermöglicht, nicht zwischen einer fundierten (Berufs-)Ausbildung und einer Karriere im Spitzensport wählen zu müssen. Dabei ist der Nachwuchs äußerst erfolgreich: Insgesamt 117 Medaillen konnten Lehrlinge des NAZ Eisenerz bislang bei internationalen Wettbewerben erringen, davon 17 Olympische Medaillen, 20 Medaillen bei Weltmeisterschaften und einen Sieg bei der Vierschanzentournee.

Und auch abseits der Piste bewährt sich das Angebot: Wie schon in den letzten Jahren, haben auch im vergangenen Jahr alle Lehrlinge des Ausbildungszentrums trotz ihrer sportlichen Verpflichtungen die Lehrabschlussprüfung bestanden!

Weiterführende Informationen