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European Year of Skills

Europäisches Jahr der Kompetenzen

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte in ihrer Rede zur Lage der Union am 14. September 2022 das Jahr 2023 zum Europäischen Jahr der Kompetenzen. Es startete offiziell am Europatag, dem 9. Mai 2023, und endete am 8. Mai 2024. Der Beschluss des Rates und des Europäischen Parlaments zum Europäischen Jahr der Kompetenzen trat im Mai 2023 in Kraft.

Webseite der Europäischen Kommission: European Year of Skills

Erfolgreiches European Year of Skills in Österreich: Abschlussbericht

Am 1. Juli 2024 wurde der Abschlussbericht zu den österreichischen Aktivitäten im BMAW präsentiert. Andreas Moser, Büroleiter der Generalsekretärin, betonte, dass die Strukturen und Instrumente in Österreich, die im Rahmen des Europäischen Jahres eingerichtet worden seien, gewirkt hätten. „Steuerungsgruppe, Stakeholder-Gruppe, Skills-Newsletter und Skills-Website sowie die hochrangigen Skills- Konferenzen im Dezember 2023 und im Mai 2024 im BMAW haben dazu beigetragen, die Bedeutung und Relevanz von Kompetenzorientierung in der Wirtschaft, am Arbeitsmarkt und in der Bildung hervorzuheben. Wir bedanken uns bei allen Stakeholdern und Beteiligten für die ausgezeichnete Zusammenarbeit“. Zudem konnten in dieser Zeit wirksame Maßnahmen zur Behebung des Fachkräftebedarfs umgesetzt werden, wie das Fachkräftebarometer, der interministerielle Strategieausschuss, das AMS Kompetenzmatching-Tool sowie das Bundesgesetz über die Höhere Berufliche Bildung, so Moser weiter.

Zur gesamten Presseaussendung

Download

Abschlussbericht zum European Year of Skills (Österreich) (PDF, 4 MB)

Was ist ein Europäisches Jahr?

Auf Vorschlag der Europäischen Kommission wählen das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union, seit 1983 ein Schwerpunktthema aus. Das "Europäische Jahr" findet allerdings nicht zwangsläufig jedes Jahr statt. Das "Europäische Jahr" ist eine Sensibilisierungskampagne. Debatte und Dialog innerhalb und zwischen den Mitgliedstaaten sollen gefördert und die europäischen Bürgerinnen und Bürger für ein bestimmtes Thema aufmerksam gemacht werden.

Ziele des Europäischen Jahrs der Kompetenzen

Das Europäische Jahr der Kompetenzen hat einen Beitrag zur Behebung des Fachkräftemangels in der Europäischen Union geleistet.

Folgende Zielsetzungen wurden verfolgt:

Zusammenhalt
Foto: Adobe Stock
  • Sicherstellung, Unterstützung und Weiterentwicklung arbeitsmarktrelevanter und zukunftsorientierter Aus- und Weiterbildung
  • bei Bedarf, Umschulungsmaßnahmen für bereits berufstätige Menschen – insbesondere im Kontext des grünen und digitalen Wandels
  • Einbeziehung der Unternehmen und Sozialpartner in Entwicklung, Gestaltung und Bereitstellung der Bildungsangebote
  • Berücksichtigung der individuellen Kompetenzen und Neigungen;
  • Aufzeigen der Chancen durch den grünen und digitalen Wandel
  • Nutzung des Potentials von Drittstaatsangehörigen, die über die erforderlichen Kompetenzen verfügen

Nationaler Koordinator

Sektionschef Georg Konetzky
Sektionschef und Nationaler Koordinator Mag. Georg Konetzky; Foto: BMAW / Hartberger

Zur Vernetzung der relevanten Akteure, der Koordinierung der Aktivitäten auf nationaler Ebene und für den Austausch auf europäischer Ebene wurden von den Mitgliedstaaten Nationale Koordinatorinnen und Koordinatoren nominiert. Für Österreich übernahm Sektionschef Mag. Georg Konetzky diese Funktion.

Lebenslauf von SC Mag. Georg Konetzky (PDF, 54 KB)

Wie vernetzten wir uns in Österreich?

1. Treffen der Stakeholder des Europäischen Jahres der Kompetenzen
1. Treffen der Stakeholder des Europäischen Jahres der Kompetenzen; Foto: BMAW / Dolenc

Als Vernetzungs- und Informationsplattform wurde eine Stakeholder-Gruppe mit allen relevanten Akteuren eingerichtet. Die Gruppe hat dazu beigetragen, die verschiedenen Aktivitäten, Initiativen und Maßnahmen zur Vermittlung und Förderung von Kompetenzen in Österreich sichtbar zu machen. Die Auftaktveranstaltung fand am 21. April 2023 statt.

Newsletter zum Europäischen Jahr der Kompetenzen

Newsletter Bild_Aktuelle Ausgabe_4

Aktuelle Ausgabe

Der Newsletter zum Europäischen Jahr der Kompetenzen erschien regelmäßig und behandelte jeweils ein Schwerpunktthema.

Die vierte und letzte Ausgabe widmete sich dem Thema "Jugend".

Dabei werden u.a. Einblicke in die Österreichische Jugendstrategie, Berufs- und Bildungsorientierung sowie Unterstützungsangebote gewährt.

Viel Spaß beim Lesen!

Aktuelle Ausgabe des Newsletters

Best-Practice-Beispiele

Das Projekt "Bakabu" wurde vom Vermes-Verlag gemeinsam mit Expert/-innen aus Sprachwissenschaft und Pädagogik zum Einsatz in der Kindergartenpädagogik entwickelt. Es handelt sich um Lieder und Kinderbücher, die Themen aus dem Alltag der Kinder behandeln und so sprachliches Handwerkszeug, themenspezifischen Wortschatz, korrekten Satzbau sowie grammatikalische Grundstrukturen liefern. Im Bakabu Buch der Reihe, werden Themen, wie Mangelberufe und Fachkräfte thematisiert, es geht darum bereits im Kindergartenalter technische Berufe Mädchen auf spielerische und musikalische Weise nahezubringen und die Begeisterung für Technik zu forcieren. Ziel ist es einen Beitrag zur frühen Sensibilisierung im Berufsbereich und damit zur Überwindung von Geschlechtersegregation und gesellschaftlichen Problemen wie dem Gender-Pay-Gap leisten zu können. Zusätzlich soll damit dem Fachkräftemangel langfristig entgegengewirkt werden.

Im Juni 2023 wurde vom BMBWF der Aktionsplan „MI(N)Tmachen“ als Teil der MINT-Fachkräfteoffensive vorgestellt – denn nur fundierte MINT-Kompetenzen in der Gesellschaft ermöglichen es uns, große Herausforderungen wie Digitalisierung, Energiewende, Klimawandel und Gesundheitsversorgung erfolgreich zu meistern. Der Aktionsplan adressiert mit seinen in 8 Aktionslinien gebündelten Maßnahmen die gesamte Bildungskette vom Kindergarteneinstieg bis zum Hochschulabschluss. Junge Menschen sollen durch die Umsetzung der Aktionslinien für MINT begeistert, für eine MINT-Bildungslaufbahn gewonnen und schließlich bis zu einem erfolgreichen MINT-Abschluss begleitet werden. Mit der Umsetzung des Plans bis 2030 soll der Anteil der MINT-Absolventinnen und -Absolventen an österreichischen Hochschulen um 20 % und der Frauenanteil bei den Absolventinnen und Absolventen technischer Studiengänge um 5 % erhöht werden.

Der österreichische Pharmabereich in Forschung und Produktion ist ein bedeutender Wirtschafts- und Wertschöpfungszweig und schafft durchschnittlich rund 60.000 Arbeitsplätze in Österreich. Allein in Wien sind in der Branche aktuell 169 offene Stellen gemeldet. Um Ausbildungen in diesem Bereich zu fördern, hat das AMS Wien gemeinsam mit dem bfi Wien im Jahr 2018 die „Facharbeiterinnen- und Facharbeiter Intensivausbildung Labortechnik Biochemie“ gestartet, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem Fertigkeiten in Mathematik, in Chemie und in Labortechnik erlernen können.

Eine Besonderheit des Projekts ist, dass die Facharbeiterinnen- und Facharbeiterausbildung sowohl Teilzeit als auch Vollzeit absolviert werden kann, wodurch auf individuelle Betreuungspflichten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Rücksicht genommen wird. Vor diesem Hintergrund weist die Teilnehmerinnen- und Teilnehmerstruktur auch einen hohen Frauenanteil auf. In der Vollzeit-Variante der Ausbildung liegt der Frauenanteil bei 60 Prozent, in der Teilzeit-Variante sogar bei 73 Prozent. Finanziert wird der Fachausbildungslehrgang mithilfe der zur Verfügung stehenden Mitteln der Corona-Joboffensive. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer können jährlich teilnehmen. Diese hochwertige Lehrausbildung trägt erfolgreich zur Linderung des Fachkräftemangels bei.

#digital und #nachhaltig - geht mehr!?

Digital ist überall! Nachhaltigkeit ist in aller Munde! Alle reden von Digitalisierung
und Nachhaltigkeit und ihre Auswirkungen auf unsere Arbeitswelt. Aber was bedeuten diese Veränderungen für mich und wie kann ich sie mitgestalten? Welche Green Jobs entstehen, sind sie für mich interessant und wie kann ich einsteigen? Wie können uns Frauennetzwerke und Role-Models neue Wege aufzeigen? Das Frauenservice Wien (MA 57) und der Wiener Arbeitnehmer*innenförderungsfonds waff veranstalten jedes Jahr im Spät-Herbst eine dreiteilige Workshop-Reihe von Frauen für Frauen.

Mit der Transformationsoffensive wird der Wandel zu einer nachhaltigen, digitalisierten und zukunftsfitten Wirtschaft unterstützt. Diese Transformation bedingt eine entsprechende Entwicklung von Kompetenzen und damit eine entsprechende Qualifizierung der Fachkräfte in österreichischen Unternehmen. Die Förderung von Skills Schecks, Qualifizierungsprojekten sowie Weiterbildungs-LABs trägt zum Aufbau dieser Kompetenzen bei.

Mit dem 2024 in Kraft tretenden Bundesgesetz über die höhere berufliche Bildung (HBB-Gesetz) wird nun, vergleichbar dem Fachhochschulgesetz, ein Rahmenmodell eingerichtet, entsprechende Qualifikationen formal und bundeseinheitlich zu verordnen und durch zertifizierte Stellen anzubieten. Entsprechend den Niveaus 5 bis 7 des Nationalen Qualifikationsrahmens sind mit „Höhere Berufsqualifikation“, „Fachdiplom“ und „Höheres Fachdiplom“ drei verschiedene Abschlüsse vorgesehen. Ziele sind die Förderung der beruflichen Weiterbildung, insbesondere für neue Technologien und Anwendungen, und die Stärkung des lebensbegleitenden Lernens im Beruf durch einheitliche Qualitätskriterien und transparente Abschlüsse.

Das SDG Business Forum des BMAW, gestartet 2017, fokussiert sich auf Österreichs Beitrag zur Agenda 2030 durch Stärkung der heimischen Unternehmen. Das SDG Business Forum 2022-2024 hebt den Bedarf an lokalen Fachkräften in Schwellen- und Entwicklungsländern hervor, ein entscheidender Faktor für den Erfolg österreichischer Unternehmen in diesen Regionen. Diskussionsthemen sind die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte vor Ort und der Qualifizierungsbedarf bei Lieferanten, Kunden und Partnern in Entwicklungsländern. Das Forum zielt darauf ab, österreichische Unternehmen in Wettbewerb und Expansion zu unterstützen und zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele beizutragen. Neben Roundtables und Vernetzungstreffen gibt es Dialogveranstaltungen in Bundesländern.

Das "Frauen in Handwerk und Technik" (FIT)-Programm fördert Frauen in handwerklich-technischen Berufen mit geringem Frauenanteil bis zum Lehrabschluss oder Bachelorabschluss. Das Ziel ist die Erhöhung des Frauenanteils in zukunftsorientierten Bereichen mit höheren Einkommenschancen. Teilnehmerinnen werden durch drei aufeinander aufbauende Kurse vorbereitet, die Workshops, Informationen zu Ausbildungsabläufen, Praktika, Basisqualifizierung in EDV und Digitalen Kompetenzen sowie spezialisierte Frauen- und Mädchenberatung umfassen. Die Programmdauer variiert je nach Bedarf und Art der Ausbildung, finanziert durch das AMS Förderbudget.

Tipp

Das AMS setzt auf Innovation im Jobvermittlungsprozess mit dem neuen Kompetenzmatching-System. Statt herkömmlicher binärer Suche werden individuelle Kompetenzprofile erstellt, um die rasche und erfolgreiche Vermittlung von Kundinnen und Kunden in passende Jobs zu fördern. Unternehmen profitieren, indem nicht mehr nach Jobtiteln, sondern nach benötigten Kompetenzen gesucht wird. Das Kompetenzmatching basiert auf einer aktuellen AMS-Datenbank, die jeden Beruf detailliert beschreibt. Im Gegensatz zur herkömmlichen Suche nach Berufen ermöglicht das Kompetenzmatching eine umfassende Übereinstimmung, selbst wenn Jobtitel unterschiedlich sind.

Der Verein zur Förderung des Internationalen Austausches von Lehrlingen, jungen Fachkräften und Ausbildern der Wirtschaft (IFA – Internationaler Fachkräfteaustausch) unterstützt Lehrlinge und Lehrbetriebe bei der Organisation von ausbildungsrelevanten Auslandspraktika, die insb. im Rahmen des Europäischen Programms Erasmus Plus angeboten werden. Aktuelle Praktikumsmöglichkeiten werden regelmäßig auf der Website des IFA-Vereins veröffentlicht.

Das Programm "Lehre statt Leere" (Lehrlings- und Lehrbetriebscoaching) bietet sowohl Lehrlingen als auch Lehrbetrieben kostenlose Beratung und Begleitung bei allen Herausforderungen rund um die betriebliche Lehrlingsausbildung. Für alle Fragen zum Ausbildungsalltag im Lehrbetrieb, zur Berufsschule oder Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung oder (bei Lehrlingen) für Schwierigkeiten im privaten Bereich stehen sozialpädagogisch geschulten Coaches zur Verfügung. Das Angebot ist vollständig anonym und richtet sich nach den Wünschen des Lehrlings oder Lehrbetriebs.

Tipp

Die Umweltstiftung wurde im April 2022 gegründet. Sie fördert Aus- und Weiterbildungen sowie außerordentliche Lehrabschlüsse für Geringqualifizierte in grünen Berufen. In die Stiftung werden Unternehmen einbezogen, die durch ihre Produktion und Dienstleistungen zur Reduktion von Schadstoffemissionen beitragen.

Tipp

Das Projekt Öko-Booster in Wien, initiiert von der AK Wien, dem AMS Wien und dem waff, bildet junge Wiener im Alter von 18 bis 25 Jahren zu Elektro- und Installations- sowie Gebäudetechnikerinnen und Gebäudetechniker aus. Vor der Intensivausbildung werden Deutsch- und Grundkompetenzen verbessert, begleitet von Workshops und Freizeitangeboten. Die Praxisorientierung erfolgt durch Zusammenarbeit mit Leitbetrieben. Frauen werden besonders angesprochen, und der Einstieg ist quartalsweise bis 2025 möglich. Das Ziel ist, bis Ende 2027 mindestens 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgreich auszubilden.

Das Projekt "eurotours2023" des Bundeskanzleramtes ermöglicht jungen österreichischen Medienschaffenden bereits zum 11. Mal Recherchereisen in 26 EU-Mitgliedstaaten und erstmals auch in die sechs Westbalkan-Staaten. Unter dem Motto "Zukunft Aus.Bildung" im Rahmen des "European Year of Skills" setzen sich die Teilnehmenden während fünf Tagen intensiv mit einem Thema auseinander, aus dem dann eine Reportage entsteht. Die Ergebnisse werden sowohl während der Reise als auch auf dem "eurotours"-Reiseblog veröffentlicht. Das Projekt sensibilisiert zudem für EU-weit relevante Themen.

Foto: BMAW

Der Tourismus leidet oftmals unter einem schlechten Image, dabei sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. Er dient als Einstiegsbranche und bietet Chancen für einen raschen Jobantritt, er schafft internationale Karrieremöglichkeiten und verspricht vielfältige Berufsbilder. Die Branche trägt außerdem maßgeblich zum Wohlstand und der Lebensqualität, auch in vielen entlegenen Regionen, bei und schafft viele Arbeitsplätze in Österreich.

Unter dem Claim: "Team Tourismus = Starke Branche = deine Chance" startete daher im Juni 2023 eine Awareness-Kampagne mit dem Ziel, das Image der Branche zu stärken, die Wertschätzung für die Branche zu erhöhen und die Vielseitigkeit des Tourismus als Arbeitgeber sichtbar zu machen. In bereits zwei Wellen wurden mit dem Hashtag #teamtourismus authentische Sujets über Social Media ausgespielt. Dabei wird die Attraktivität der Branche anhand von unterschiedlichsten Berufsbildern wie z.B. Koch, Barkeeperin, Bergführer, Reisebüromitarbeiterin und Seilbahnmitarbeiter unterstrichen. Die Kampagne wird mit einer weiteren Welle im Frühjahr 2024 fortgesetzt.

Zusätzlich wurde eine Webseite eingerichtet, auf der Zahlen, Daten und Fakten sowie Informationen über Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung im Tourismus zur Verfügung gestellt werden.

AustrianSkills

AustrianSkills sind die österreichischen Staatsmeisterschaften der Berufe. Die Berufswettbewerbe werden alle zwei Jahre als nationale Qualifikation für die nachfolgenden internationalen Berufswettbewerbe ausgetragen. Wie im Sport gibt es auch in vielen Berufen Weltmeisterschaften (WorldSkills) und Europameisterschaften (EuroSkills), bei welcher in fast jeder Disziplin eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer (bzw. ein Team) für Österreich antritt. AustrianSkills sind dreitägige, fachspezifische Wettbewerbe, bei denen etwa 300 junge, hervorragend ausgebildete, österreichische Fachkräfte ihr Können in ihrem Beruf unter Beweis stellen und um ein Ticket für WorldSkills Lyon 2024 bzw. EuroSkills Herning 2025 kämpfen.

AustrianSkills sind für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich und ermöglichen den Besuchern einen exzellenten Überblick über die österreichische Berufsbildung und die Vielfalt der Berufe. Die interessierten Besucher können die Arbeit der jungen Fachkräfte in rund 35 Berufen aus nächster Nähe beobachten und unmittelbar deren Berufsalltag erleben.

"Try a Skill" Stationen ermöglichen jungen Besucherinnen und Besuchern im Rahmen von AustrianSkills einige Berufe selbst auszuprobieren. Ziel dabei ist, vor allem junge Menschen zu ermutigen, ihre Skills und Talente zu entdecken und einen praxisnahen Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen.

EuroSkills und WorldSkills

Neben zahlreichen Berufswettbewerben auf nationaler Ebene finden im internationalen Bereich abwechselnd alle zwei Jahre die EuroSkills und WorldSkills statt. Dabei stellen Jugendliche nach intensiven Vorbereitungen im Wettbewerb mit anderen Teilnehmern ihre Fachkenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis.

Das Bundes-Jugendförderungsgesetz (B-JFG), BGBl. I Nr. 126/2000, regelt die finanzielle Förderung von Maßnahmen der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit durch das Bundeskanzleramt. Ziel dieses Gesetzes ist die finanzielle Förderung aller geeigneten jugenderzieherischen und jugendbildenden Maßnahmen, die außerhalb des formalen, schulischen Bildungssystems erbracht werden. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Förderung der Entwicklung von geistigen, psychischen, körperlichen, sozialen, politischen, religiösen und ethnischen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen.

Die Angebote der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit leisten einen wesentlichen Beitrag zum individuellen Bildungs- und Karriereweg. Durch positive Bundes-Jugendförderung Lernerfahrungen wird es jungen Menschen ermöglicht, aktuellen sowie zukünftigen Herausforderungen in der Arbeitswelt leichter zu begegnen. Mit breitgefächerten Projekten und Aktivitäten werden soziale und fachliche Kompetenzen vermittelt, die im Berufsleben von Vorteil sein können und die weiterführende Aus- und Weiterbildung prägen.

Dieser Förderschwerpunkt kann auch mit Projekten umgesetzt werden, die darauf abzielen, die Medienkompetenz beziehungsweise den Aufbau digitaler Kompetenzen in einem breiten und umfassenden Sinn zu stärken.

Im Lichte des Europäischen Jahres der Kompetenzen wurden insgesamt 84 Projekte der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit mit einer Gesamtfördersumme von rund Euro 2,77 Mio. im Förderschwerpunkt "Kompetenzen und Qualifikation" unterstützt. Durch diese Projekte wurden unterschiedliche soziale und fachliche Kompetenzen vermitteln, die im späteren Berufsleben der Jugendlichen von Vorteil sein können und somit ebenfalls die weitere Aus- und Weiterbildung prägen.

Die Duale Akademie ist ein Qualifizierungsmodell für die Lehrlingsausbildung von Maturantinnen und Maturanten und bietet den Lehrlingen (Trainees) und Ausbildungsbetrieben auf die Zielgruppe zugeschnittene besondere Standards und zusätzliche Ausbildungselemente:

  • Absolvierung einer Berufsausbildung in verkürzter Lehrzeit
  • Zielgruppenadäquate Gestaltung des Berufsschulunterrichts
  • Vermittlung von Zukunftskompetenzen
  • Fachvertiefende Ausbildung in Kooperation mit einem Bildungsträger (z.B. Fachhochschule oder Erwachsenenbildungseinrichtung)
  • Bearbeitung eines Zukunftsprojektes mit Bezug zur Ausbildung
  • Absolvierung eines berufsbezogenen Auslandspraktikums
  • Erweiterung der Kompetenzen im erlernten Beruf nach Ablegen der Lehrabschlussprüfung durch Erwerb von Fachpraxis im Ausmaß von mindestens einem Jahr und
  • darauf aufbauende Absolvierung eines Fachgespräches zur Feststellung der beruflichen Handlungskompetenz

Grundlage des bundesweit einheitlichen Standards für die Duale Akademie ist die Richtlinie für die "Duale Akademie" - Lehre für Maturantinnen und Maturanten. Das Ausbildungsmodell wird mit den Wirtschaftskammern laufend österreichweit ausgerollt.

Vor dem Hintergrund des grünen Wandels und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Arbeitswelt ergeben sich neben der Aus- und Weiterbildung in zukunftsrelevanten Berufen auch neue Beschäftigungsmöglichkeiten in grünen Jobs.

Green Jobs findet man in den verschiedensten Sparten, wie zum Beispiel erneuerbare Energien, öffentlicher Verkehr, nachhaltiges Bauen und Sanieren sowie Wasser- und Abwassermanagement. Der Hauptzweck von Green Jobs ist der Beitrag zum Umweltschutz. Daher können in allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen Green Jobs gefunden werden bzw. können sich bestehende Berufsbilder zu Green Jobs wandeln. Bei AMS-Stellenangeboten erfolgt nun im Inserat ein Hinweis, wenn eine Stelle als Green Job einstuft wurde. Diese Stellenangebote adressieren Berufe, die vom AMS auf eine Liste von "Green Jobs" aufgenommen wurden. Dies sind Berufe, die die Möglichkeit bieten, positiv auf Klimaveränderungen einzuwirken. Die Zuordnung in "alle jobs" erfolgt auf Basis dieser Berufe automatisiert.

Aktuell sind 536 Berufe aus der AMS-Berufssystematik als Green Jobs klassifiziert. Diese Zuordnung wurde gemeinsam vom AMS und dem Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft vorgenommen.

Die Logistikbotschafterinnen und -botschafter – ein Team, welches aus zahlreichen jungen Expertinnen und Experten von verschiedensten Logistikfirmen besteht – rücken diese spannende Branche ins Rampenlicht und liefern praxisnahe Einblicke. Das Projekt Logistikbotschafter:in gibt jungen Menschen die Möglichkeit, in eine der internationalsten Branche zu schnuppern. Die Logistikbotschafter:innen erklären hierbei die Grundlagen der Logistik-Branche und klären über die vielfältigen Berufsbilder auf – und das mit sehr lebhaften Beispielen. Die Schulklassen lernen dabei viel über die derzeitigen Arbeitsbereiche der Logistik, aber auch über die Zukunftsvisionen.

Der Themenschwerpunkt "MEINE SKILLS, MEINE ZUKUNFT" des Österreichischen Jugendportals bietet jungen Menschen Anregungen, ihre persönlichen und beruflichen Fähigkeiten zu entwickeln. Das Österreichische Jugendportal ist eine redaktionell betreute und kommentierte Link- und Informationssammlung zu jugendrelevanten Themen. Es erleichtert die Ori-entierung bei der Suche im Netz.

Das Jugendportal richtet sich in erster Linie an in Österreich lebende Jugendliche zwischen 12 und 26 Jahren und wird im Auftrag des Bundeskanzleramtes vom Bundesnetzwerk Österreichischer Jugendinfos betreut. Mit dem Schwerpunkt MEINE SKILLS, MEINE ZUKUNFT widmet sich das Österreichische Jugendportal den großen Themen Bildung, Beruf und Freiwilligenarbeit und beleuchtet in einer umfangreichen Artikelsammlung die vielen Bereiche, die mit Beruf und auch mit Berufung zu tun haben. Speziell zum Europäischen Jahr der Kompetenzen widmete sich MEINE SKILLS, MEINE ZUKUNFT dem Thema "Europa bringt dich weiter" und stellte unter anderem die Programme Erasmus+ und DiscoverEU sowie weitere Möglichkeiten, Förderungen und Initiativen für junge Menschen in Europa vor.

Alle Berufsbilder werden in einem laufenden Prozess evaluiert und regelmäßig weiterentwickelt. Aktuell kann aus rund 200 Lehrberufen ausgewählt werden, bei wirtschaftlichem oder technischem Bedarf kommen neue Berufsbilder hinzu. Alle neuen Berufsbilder für Lehrberufe – Ausbildungsvorschriften und Prüfungsordnungen aufgrund des Berufsausbildungsgesetzes – sind nach Lernergebnissen formuliert und gliedern sich in fachliche und fachübergreifende Kompetenzbereiche. Neben den fachspezifischen Kompetenzen der einzelnen Lehrberufe (z.B. Applikationsentwicklung-Coding oder Informationstechnologie) beinhaltet jeder neue Lehrberuf den allgemeinen Kompetenzbereich "Digitales Arbeiten". In einer sich rasch verändernden Welt muss auch das System der Lehrausbildung an aktuelle Entwicklungen, insbesondere an den grünen und digitalen Wandel angepasst werden. Vor diesem Hintergrund wurde beispielsweise der Lehrberuf Elektrotechnik mit einer neuen Spezialisierung für erneuerbare Energien und Elektromobilität aktualisiert.

Die Österreichische Jugendstrategie ist ein laufender Prozess zur Stärkung und Weiterentwicklung der Jugendpolitik in Österreich. Ziel ist es, Maßnahmen für junge Menschen zu bündeln, zu systematisieren und ihre Wirksamkeit zu optimieren. Als Rahmen dienen vier Handlungsfelder: Bildung und Beschäftigung, Beteiligung und Engagement, Lebensqualität und Miteinander, Medien und Information.

Dazu wurden und werden mit allen Bundesministerien Österreichische Jugendziele entwickelt und mit bestehenden, adaptierten oder neuen Maßnahmen hinterlegt. Adressierte Kerngruppe der Jugendstrategie sind alle 14- bis 24-Jährigen in Österreich. Einzelne Maßnahmen wenden sich auch an Kinder und junge Menschen bis 30 Jahre. Das Handlungsfeld Bildung und Beschäftigung ist dem Anliegen gewidmet, dass alle jungen Menschen ihre Talente bestmöglich entwickeln, ihre Chancen nutzen und aktuellen sowie zukünftigen Herausforderungen in der Arbeitswelt begegnen können. Aktuell finden sich 13 Ziele und 43 Maßnahmen im Handlungsfeld "Bildung und Beschäftigung".

Die Jugendstrategie hat kein festgelegtes Ablaufdatum, sondern ist ein agiler Prozess, der auf die jeweiligen jugendpolitischen Anforderungen entsprechend reagieren kann. So können immer wieder neue Jugendziele und Maßnahmen eingearbeitet werden. Diese ermöglicht auf derzeitige Entwicklungen hinsichtlich Krisen adäquat zu reagieren.

Die Gesamtkoordination und strategische Weiterentwicklung der Österreichischen Jugendstrategie erfolgt über das Kompetenzzentrum Jugend im Bundeskanzleramt. Durch die Einrichtung einer zentralen Koordination in jedem Bundesministerium werden der interministerielle Abstimmungsprozess sowie die laufende Beteiligung am Gesamtprozess sichergestellt. Eine interministerielle Koordinationsrunde sichert die sektorenübergreifende Zusammenarbeit. Weitere jugendpolitische Stakeholder werden über unterschiedliche Formate in den Entwicklungs- und Umsetzungsprozess eingebunden. Ein regelmäßiger Umsetzungsbericht stellt die transparente und partizipative Weiterentwicklung der Österreichischen Jugendstrategie sicher.

Aktivitäten

In ihren politischen Leitlinien für die neue Kommission (2024-2029) schlägt EK-Präsidentin Ursula von der Leyen, die am 18. Juli für eine 2. Amtsperiode wiedergewählt wurde, unter anderem einen neuen Plan für Europas nachhaltigen Wohlstand und nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit vor. Ein Schwerpunktbereich befasst sich mit Kompetenzen und dem Fachkräftebedarf und umfasst folgende Vorschläge:

  • Europa braucht einen radikalen Wandel hinsichtlich Ambitionen und Maßnahmen für alle Kompetenzebenen und für alle Arten der Aus- und Weiterbildung.
  • Eine "Union of Skills" soll eingerichtet werden mit Fokus auf Investitionen, Erwachsenenbildung und lebenslangen Lernen, dem Erhalt von Fähigkeiten und der Anerkennung verschiedener Arten von Ausbildung/Bildung.
  • Grundkenntnisse sollen verbessert und ein Strategieplan  für den MINT-Bereich soll vorgelegt werden.
  • Vorlage einer VET-Strategie, um der beruflichen Bildung den Stellenwert einzuräumen, den sie verdient, und um die Zahl der Personen mit einem sekundären Berufsbildungsabschluss zu erhöhen.
  • Stärkerer Fokus auf den Bereich Kompetenzen im EU-Haushalt, um sicherzustellen, dass dieser Bereich besser mit den Arbeitsmärkten verknüpft und stärker auf Sektoren ausgerichtet ist, die für den digitalen  und grünen Wandel entscheidend sind.  
  • An einem europäischen Abschluss soll weitergearbeitet und eine Initiative zur Kompetenzportabilität ("Skills Portability Initiative") vorgelegt werden, um sicherzustellen, dass die in einem Land erworbene Kompetenz in einem anderen Land anerkannt wird.

Zur Unterlage "Europe's Choice" (EU-Kommission)

Bundesminister Kocher präsentierte im Juli Standortimpulse für eine nachhaltige wettbewerbsfähige Europäische Union. Zur Behebung des Fachkräftebedarfs in der EU sollten aus österreichischer Sicht folgende Konzepte in die Arbeiten der neuen Kommission einfließen:

  • Die Schaffung einer europaweiten Ausbildungsgarantie bis zum 25. Lebensjahr, wie sie in Österreich bereits umgesetzt wird.
  • Eine konsequente europaweite Aufwertung der Berufsbildung und ihrer Anerkennung. Österreich kann hier mit seinem bewährten dualen Berufsbildungssystem als Vorbild dienen.
  • Bürokratieabbau durch Vereinfachung von Verwaltungsabläufen beim ESF;
  • Ein besser abgestimmtes Vorgehen der europäischen Arbeitsmarktverwaltungen innerhalb des EURES-Netzwerks, etwa im Bereich von Berufsausbildung und Talentpools;
  • Der Ausbau des internationalen Fachkräfteaustausches während der Ausbildung sowie mehr europäische Mobilität für Fachkräfte.

Standortimpulse für eine nachhaltige wettbewerbsfähige Europäische Union (PDF, 404 KB)

Das Projekt „ÖKO-Booster“ ermöglicht arbeitssuchenden Personen eine Facharbeitsausbildung mit Lehrabschluss im Rahmen der Strategie „Raus aus Gas – Wiener Wärme und Kälte 2040“ der Stadt Wien. Es richtet sich an Jugendliche zwischen 18 und 24 Jahren, die beim AMS vorgemerkt sind, insbesondere an Asylberechtige und subsidiär Schutzberechtigte, die über keinen formalen Bildungsabschluss in Österreich verfügen. Für diese Zielgruppen bietet das Projekt Ausbildungen in Elektrotechnik und in Installations- und Gebäudetechnik. Besonderes Augenmerk des Bildungsangebots liegt auf Green Skills, konkret auf dem Austausch von Gasheizungen und der Installation erneuerbarer Energiesysteme wie Solarthermieanlagen und Elektrospeichern. Zwischen Juni 2023 bis Ende 2027 sollen insgesamt 12 Kurseinstiege mit 180 Ausbildungsplätzen angeboten werden.

Ausführliche Informationen zum Projekt

Praktika in den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen ermöglichen Schülerinnen und Schülern ihre in der Schule erworbenen Kompetenzen in der jeweiligen Berufsrealität umzusetzen und zu vertiefen. Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung hat den PraktikaWegweiser zur Qualitätssicherung der Organisation und Durchführung von BMHS-Praktika entwickelt – er steht Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen zur Verfügung.

Der PraktikaWegweisers bietet Schülerinnen und Schüler eine Orientierung, in dem sie bei einer kompetenz- und prozessorientierten Dokumentation ihrer Praktika Schritt für Schritt unterstützt werden. Sie lernen, sich bewusst zu machen, welche Kompetenzen sie bereits erworben haben und welche Kompetenzen sie durch das Praktikum erweitern oder vertiefen möchten. Für Lehrpersonen bietet der PraktikaWegweiser aufgrund der Schnittstelle zu SOKRATES Bund (Schulverwaltungsprogramm) eine einfache und transparente Praktikumsverwaltung.

Erklärvideo PraktikaWegweiser

Seit 30 Jahren ist der Binnenmarkt Basis für Wohlstand und Wachstum in der EU. Um den Binnenmarkt neu zu kalibrieren, bedarf es eines klaren Plans. Für die weitere Diskussion hat Österreich 10 Zielfelder definiert, auf die wir uns bei der künftigen Ausrichtung des Binnenmarktes konzentrieren sollten.
 
Das achte Zielfeld legt den Fokus auf das Thema „Der Mensch im Binnenmarkt - Skills, Fachkräfte, Berufsausbildung“. Der Austausch bewährter Verfahren und Maßnahmen soll zur Überwindung des Arbeitskräftemangels beitragen. Auch soll ein Pass der Kernkompetenzen als ein Instrument zur Bescheinigung und einheitlichen Bewertung von Qualifikationen über die Grenzen hinweg geschaffen werden. Die europäische Arbeitsvermittlung EURES spielt eine wesentliche Rolle bei der Stärkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit. Es soll gelingen ein Umfeld zu schaffen, in welchem sich künftige Fachkräfte niederlassen wollen.
 
Weiter zu: "Die Zukunft des Binnenmarktes: Basis für Wohlstand und Wachstum"

Das Non-Paper des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft wurde als Beitrag Österreichs zum Europäischen Jahr der Kompetenzen auf europäischer Ebene im Netzwerk der Nationalen Koordinatorinnen und Koordinatoren Ende November 2023 verteilt. Einerseits wird in dem Papier auf österreichische Best-Practice-Beispiele verwiesen, die zur Erfüllung der Ziele des Europäischen Jahres beitragen. Andererseits enthält das Papier Empfehlungen für die europäische Ebene (auch in Hinblick auf die nächste europäische Legislaturperiode). Die österreichischen Sozialpartner haben ebenfalls zu diesem Papier beigetragen.

Weiter zum Non-Paper zum Europäischen Jahr der Kompetenzen (PDF, 133 KB)

Non-paper: Austria’s contribution to the European Year of Skills - European Union (europa.eu)

Das BMAW AMS Fachkräftebarometer zeigt zeitnahe quartalsweise Ergebnisse zu Fachkräfteengpässen auf Berufsebene für Österreich und die einzelnen Bundesländer.

Damit ist es nun möglich, zeitnahe Knappheitssignale am Arbeitsmarkt und stärker saisonale Effekte für Fachkräfte abzubilden. Das neue Fachkräftebarometer ergänzt damit die Analysen der Fachkräfteverordnung und der längerfristig angelegten wissenschaftlichen Mangeluntersuchungen. Das Fachkräftebarometer ermöglicht somit, Entwicklungen am Arbeitsmarkt früher zu erkennen und darauf schneller reagieren zu können.

Es wird sowohl das Arbeitsangebot in Relation zur Arbeitskräftenachfrage  als auch speziell die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage auf Berufsebene dargestellt. Dafür verwendet das Fachkräftebarometer sowohl AMS-Daten zu Arbeitssuchenden und beim AMS gemeldeten offenen Stellen, als auch Daten zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Stellenmarktes in Österreich.

Ab sofort weist das Fachkräftebarometer nicht nur österreichweite, sondern auch regionale Daten aus. Damit ist es nun möglich, für jedes Bundesland jene fünf Berufe auszuweisen, bei denen der Fachkräfteengpass besonders ausgeprägt ist. Insgesamt fällt auf, dass besonders Green Jobs und IT-Berufe in vielen Bundesländern einen hohen Anteil an den offenen Stellen haben.

Weiter zum BMAW AMS Fachkräftebarometer

Die Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft bietet die wichtigsten Informationen rund um das Thema "Lehre und Berufsausbildung" übersichtlich an.
Weiter zu: Lehre und Berufsausbildung

Die Ausbildungspflicht bis 18 ist seit 2016 gesetzlich verankert und erfordert, dass alle Menschen unter 18 Jahren nach der Pflichtschule eine weiterführende Schule oder eine Ausbildung besuchen. Die Angebote auf der Webseite www.ausbildungbis18.at geben Auskunft, wie die Ausbildungspflicht erfüllt werden kann und wo junge Menschen Unterstützung am Übergang von der Pflichtschule in weiterführende Ausbildungen erhalten.
Weiter zu: www.ausbildungbis18.at

Die BMAW-Seiten zur Arbeitsmarktförderung bieten allgemeine Informationen zu Zielen, Zielgruppen und Maßnahmen der Arbeitsmarktförderung.

Das Arbeitsmarktservice (AMS) bietet eine breite Palette an Aus- und Weiterbildungsbeihilfen an.
Weiter zur Webseite des AMS

Das Arbeitsmarktservice (AMS) bietet eine Vielzahl digitaler Informationen und Tools zu Fragen der Berufswahl, zur Orientierung und Beratung an.
Weiter zu: Berufsorientierung des AMS

Das Arbeitsmarktservice (AMS) bietet auf der Website www.ams.at/karrierekompass ein digitales Portal zu Beruf und Karriere.
Über dieses Portal sind folgende Tools erreichbar:

  • Bei der beruflichen Orientierung unterstützt der AMS-Berufskompass
  • Im AMS-Berufslexikon sind Beschreibungen zu rund 1.800 Berufen versammelt, die durch Fotos und Videos ergänzt sind.
  • Im Berufsinformationssystem sind 500 Berufsprofile mit vielen Detailinformationen dargestellt und mit 17.500 Berufsbezeichnungen versehen; ergänzt wird dieses umfassende Tool durch 25.000 hierarchisch geordnete Kompetenzbezeichnungen.
  • Online-Portal für die Berufswegplanung der Wirtschaftskammer Österreich:
    Umfangreiche Informationen zum Thema Beruf und Ausbildung können auch unter BIC.at abgerufen werden. Dort finden sich Berufsinformationen zu 2000 Berufen sowie ein Online-Tool zur optimalen Berufswahl.
  • Den Newsletter Berufsinformation, mit interessanten Themen und aktuellen Terminen aus dem Bereich der Bildung und Beruf, können Sie unter folgendem Link abonnieren: Anmeldung Newsletter Berufsinformationen

Auf www.ams.at/ausbildungskompass sind sämtliche Ausbildungen in Österreich dargestellt. Zur Information über Weiterbildungen steht www.ams.at/weiterbildungsdatenbank zur Verfügung.

Für Personen, die an einem beruflichen Wendepunkt oder vor einer Bildungsentscheidung stehen, stehen in 72 Standorten des AMS BerufsInfoZentren zur Verfügung. Hier können sowohl Jugendliche, als auch Erwachsene gratis und anonym Berufs- und Bildungsberatung in Anspruch nehmen.

Plattform für Ausbilderinnen und Ausbilder: „Voneinander Lernen“ ist das Motto dieser Plattform. Die Plattform bietet Ausbilderinnen und Ausbildern die Möglichkeit, Anregungen für die eigene Ausbildung zu erhalten und voneinander zu lernen. Zudem finden Sie videounterstützte Best Practice-Beispiele aus der betrieblichen Ausbildungspraxis.

Der Newsletter mit Informationen rund um die Lehre kann unter folgendem Link abonniert werden: Anmeldung zum Ausbilder-Newsletter

Synergien zur Umsetzung der Agenda 2030 / Sustainable Development Goals (SDG)

Sustainable Development Goals
Foto: SDG

Die Forcierung von zukunftsorientierten Kompetenzen ist ein wichtiges Querschnittsthema, das unterschiedliche, Bereiche, Branchen und Akteure umfasst. Zukunftsorientierte Kompetenzen sind ein wichtiger Hebel für Nachhaltige Entwicklung und die Erreichung der SDG; somit auch für nachhaltiges Wirtschaften und für die neuen Arbeitswelten. In diesem Zusammenhang stehen besonders folgende Sustainable Development Goals im Fokus:

Österreich hat sich zur Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bekannt und hat seinen zweiten Freiwilligen Nationalen Bericht zur Umsetzung der Agenda 2030 (FNU) am 17. Juni 2024 vorgestellt. Eines der Schwerpunktkapitel war dabei "Skills für 2030".

Im Rahmen des jährlich stattfindenden Multi-Stakeholder-Dialogs zu den SDGs in Österreich - das SDG Dialogforum - wurden 2022 in Form eines Innovationspools die Herausforderungen zu den "Skills für das 21. Jahrhundert" diskutiert. Beim SDG Dialogforum am 12. Oktober 2023 wurde das Thema "Skills für 2030" weiter vertieft. Grundlage dafür ist eine in Ausarbeitung befindliche Studie, welche ein Mapping der Skills für 2030 in Österreich darstellen wird.

Die Plattform des BMAW "SDG Business Forum" diskutiert aktuell die Thematik der Bedeutung lokaler Fachkräfte als Schlüsselfaktor für SDG-Märkte für österreichische Unternehmen und leistet damit einen internationalen Beitrag Österreichs zur Umsetzung der SDGs.

Synergien zur Digitalen Kompetenzoffensive für Österreich

Die Digitale Kompetenzoffensive (DKO) soll - unter dem europäischen Dach der "Digital Skills und Jobs Coalition" (DSJC) - Österreich zu einem der europäischen Vorreiter im Bereich der Digital Skills machen.

Die gemeinsame Initiative von BMAW, BMBWF, BMF und BMKOES hat zu Ziel, dass bis 2030 möglichst alle Menschen in Österreich über grundlegende digitale Kompetenzen verfügen – bestehende Initiativen aller Ressorts sollen gezielt verstärkt werden. Denn Breite und Tiefe digitaler Kompetenzen bei Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung sind ausschlaggebend dafür, wie gut Österreich von den wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen der Digitalisierung profitieren kann.

Vorgestellt wurde die "Digitale Kompetenzoffensive für Österreich" am 7. Dezember 2022 von Vizekanzler Werner Kogler (BMKOES) und den Bundesministern Magnus Brunner (BMF), Martin Kocher (BMAW) und Martin Polaschek (BMBWF). Beim Digital Skills Summit am 13. Juni wurde die Strategie „Digitale Kompetenzen Österreich“ (PDF, 6 MB) von Bundesminister Brunner und Staatssekretär Tursky vorgestellt. Sie bringt ein umfassendes Paket von Workshops für digitale Basiskompetenzen bis zu einem flächendeckenden und einheitlichen Kompetenzrahmen für digitale Fähigkeiten.

Strategische Schwerpunkte und Maßnahmen für ganz Österreich

Das Kompetenzpaket bringt acht strategische Schwerpunkte:

  • Nationaler Kompetenzrahmen für AT;
  • zielgruppenorientierte, niederschwellige Angebote:
    • Workshop „Digital überall“ für Basiskompetenzen
    • Workshop „Digital überall PLUS“ als Aufbauprogramm
  • Schulungen und Workshops für Erwachsenenbildungs-Einrichtungen, IT-Trainerinnen und -Trainer sowie Multiplikatoren;
  • Best-Practice Beispiele zur bestmöglichen Nutzung bestehender Ressourcen;
  • Der öffentliche Sektor soll als Bildungsanbieter seine Vorbildrolle auch bei der Vermittlung digitaler Kompetenzen umsetzen. Der nationale Referenzrahmen wird u.a. an der Finanzakademie und der Verwaltungsakademie eingeführt.
  • Fördercall IT-Experten und -Expertinnen für innovative Umsetzungsideen zur Bekämpfung des IT-Fachkräftemangels;
  • KI in der Arbeitswelt: ressortübergreifende Maßnahmen zum Thema „Digitale Kompetenzen und KI“;
  • AT-Teilnahme am EU-Pilotprojekt European Digital Skills Certificate (EDSC) – auch FR, FI und ES.

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Weitere Informationen

Die Abschlusserklärung, die am 29. April 2024 in Brüssel im Namen der nationalen Koordinatorinnen und Koordinatoren vom Belgischen Ratsvorsitz unterzeichnet wurde, verweist im Lichte des erheblichen Fachkräfte- und Kompetenzmangels und vor dem Hintergrund des grünen und digitalen Wandels auf die Herausforderungen, mit denen die  europäischen Arbeitsmärkte konfrontiert sind. Betont wird aber auch der damit verbundene historische Impuls für Initiativen der Aus- und Weiterbildung, für das Lebenslange Lernen und zur Unterstützung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

Die nationalen Koordinatorinnen und Koordinatoren laden die politischen Entscheidungsträger auf allen Ebenen ein, das Thema Kompetenzen ganz oben auf der politischen Agenda zu halten. Unter anderem durch die Sicherstellung, dass der durch das Europäische Jahr der Kompetenzen geförderte Dialog über Kompetenzen und der Austausch bewährter Praktiken aufrechterhalten und verstärkt wird, sowie dass zusätzliche konkrete Maßnahmen im Bereich der Aus- und Weiterbildung ergriffen werden. Die Wichtigkeit der Einbeziehung von Sozialpartnern bei der Entwicklung, Umsetzung und Bewertung der Kompetenzagenda wird betont.

Abschlusserklärung zum Europäischen Jahr der Kompetenzen:
"Beyond the European Year of Skills - Maintaining the Momentum" (PDF, 307 KB)

Gruppenbild der nationalen Koordinatoren zum Abschluss des Europäischen Jahres der Kompetenzen
Gruppenbild der nationalen Koordinatoren zum Abschluss des Europäischen Jahres der Kompetenzen

Auf EU-Ebene erzielten der Rat und das Europäische Parlament am 7. März 2023 eine Einigung zum Beschluss über ein Europäisches Jahr der Kompetenzen. Der Beschluss trat nach Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union am 11. Mai 2023 in Kraft.

Im Beschluss festgelegt sind die Dauer des Europäischen Jahres, dessen Ziele, die Art der Maßnahmen, die Koordinierung auf nationaler Ebene und auf Unionsebene sowie die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene. Bis zum 31. Mai 2025 soll die Kommission dem Europäischen Parlament, dem Rat, dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss sowie dem Ausschuss der Regionen einen Bericht über die Durchführung der in diesem Beschluss vorgesehenen und in den Mitgliedstaaten oder in der gesamten Union umgesetzten Initiativen vorlegen.

Beschluss (EU) 2023/936 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Mai 2023 über ein Europäisches Jahr der Kompetenzen

Gemeinsame Berichte des Bundesministers für Arbeit und Wirtschaft und des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung, betreffend das Europäische Jahr der Kompetenzen.

Vortrag an den Ministerrat 58/13

Vortrag an den Ministerrat 97/14 (PDF, 77 KB)

Die im Juni 2023 erneuerten arbeitsmarktpolitischen Zielvorgaben für das AMS bieten einen Kompass, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen und Chancen für die Zukunft zu nutzen. Neben Aspekten wie der verstärkten Vermittlungstätigkeit und der aktiven Arbeitsmarktpolitik spielen Kompetenzen und Qualifizierung eine entscheidende Rolle.

Qualifizierung ist der Schlüssel, um dem hohen Bedarf an Fachkräften zu entsprechen und Menschen mit geringem Qualifikationsniveau in besser entlohnte (Vollzeit-)Beschäftigungen vermitteln zu können. Daher bedarf es passender Qualifizierungsangebote. Bei der Besetzung offener Stellen gilt es auch das Potenzial von EU-Bürgerinnen und Bürgern sowie Drittstaatsangehörigen besser zu nutzen und die grenzüberschreitende Vermittlung auszubauen. Hier kann das Europäische Jahr der Kompetenzen eine Möglichkeit bieten, um diesen Aspekt zu forcieren.

Download "Arbeitsmarktpolitische Zielvorgaben" (PDF, 328 KB)

Der Endbericht der Statistik Austria zu „Entwicklung eines Fachkräftebedarfsscreenings für Österreich“ beschreibt unterschiedliche Herangehensweisen und Limitationen bei der Feststellung von Fachkräftemangel in Österreich und bietet Empfehlungen für zukünftige Möglichkeiten eines Fachkräftebedarfsscreenings. Dabei baut der Bericht auf dem von der Statistik Austria und dem Institut für Höhere Studien durchgeführten Projekt „Entwicklung eines Fachkräftebedarfsscreenings für Österreich“ im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft auf.
 
Ein Fachkräftebedarfsscreening kann sowohl Erkenntnisse über aktuelle als auch zukünftige Entwicklungen am Arbeitsmarkt liefern und auch die Ursachen dieser Entwicklung identifizieren.
 
Da es in Österreich kein Berufsregister, keine vollständigen Quellen zu offenen Stellen und keine vollständige Erfassung des potentiellen Fachkräfteangebots gibt, kann der Fachkräftemangel nicht einfach über eine Gegenüberstellung von berufsspezifischem Angebot und Nachfrage festgestellt werden. Ein potentieller Fachkräftemangel muss daher über das Zusammenspiel mehrerer Indikatoren wie beispielsweise der Entwicklung des Lohnniveaus, der Arbeitslosigkeit, der Wochenarbeitszeit, und der Altersstruktur abgeleitet werden.
 
In Österreich gibt es verschiedene Ansätze den Bedarf an Fachkräften zu beobachten. Das im Juni vorgestellte BMAW AMS Fachkräftebarometer, welches zeitnahe quartalsweise Ergebnisse zu Fachkräfteengpässen auf Berufsebene für Österreich und die einzelnen Bundesländer zeigt, ergänzt u.a. die Analysen der Fachkräfteverordnung und bietet eine grundlegende Übersicht über den Fachkräfteengpass in Österreich (siehe BMAW AMS Fachkräftebarometer).