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Energiekostenzuschuss für Unternehmen

Das neue Förderprogramm federt erhöhte Energiekosten für Unternehmen ab, indem bei Strom, Erdgas und Treibstoffen 30 Prozent der Preisdifferenz zum Vorjahr übernommen werden.

Damit reagiert die Bundesregierung auf die gestiegenen Energiepreise: "Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat leider merklich negative Effekte auf den europäischen Energiemarkt und die Preisbildung. Die Energiekosten sind auch in Österreich zuletzt stark gestiegen. Um die österreichischen Haushalte zu entlasten, wurde neben dem zweitgrößten Antiteuerungspaket in der EU vor kurzem auch die Strompreisbremse eingeführt, in einem weiteren Schritt entlasten wir nun die Unternehmen. Mit dem Energiekostenzuschuss unterstützen wir energieintensive Unternehmen  und unternehmerisch tätige Vereine mit einer Förderung in der Höhe von 30 Prozent ihrer Mehrkosten für Strom, Erdgas und Treibstoffe. Damit leisten wir einen erheblichen Beitrag, um Mehrkosten, die aufgrund der gestiegenen Energiepreise am Weltmarkt entstanden sind, abzufedern", betont Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher.

Der Energiekostenzuschuss im Überblick

  • Die Förderung ist Teil des Anti-Teuerungspakets. Aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise wurde das gesetzlich verankerte Budget von 450 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro erhöht.
  • Abgewickelt wird der Zuschuss im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft von der aws, der Förderbank des Bundes.
  • Um eine zielsichere Unterstützung sicherzustellen und Doppel- oder Überförderung zu vermeiden, ist unter anderem die Feststellung von Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern oder Bilanzbuchhaltern vorgesehen: etwa zur Einstufung als energieintensives Unternehmen, aber auch zum Energieverbrauch und zur Höhe der Mehr-Aufwendungen.

Die einzelnen Förderstufen des Energiekostenzuschusses im Überblick

Die Förderung orientiert sich am EU-Krisenrahmen und sieht insgesamt vier Förderstufen vor. Es werden damit energieintensive österreichische Unternehmen gefördert, deren jährliche Energiekosten sich auf mindestens 3 Prozent des Produktionswertes belaufen.*

Stufe 1

In Stufe 1 werden Mehrkosten für Strom, Erdgas und Treibstoffe mit 30 Prozent der Preisdifferenz zum Vorjahr gefördert. Die Zuschussuntergrenze beträgt 2.000 Euro.**

Stufe 2

Für den Zuschuss in Stufe 2 müssen sich als Voraussetzung die Preise für Strom und Erdgas zumindest verdoppelt haben. In diesem Fall werden bis zu 70 Prozent des Vorjahresverbrauchs mit maximal 30 Prozent gefördert. Die maximale Förderhöhe beträgt hier 2 Millionen Euro. Treibstoffe können in dieser Stufe nicht gefördert werden.

Stufe 3
Ab Stufe 3 müssen Unternehmen zudem zusätzlich einen Betriebsverlust aufgrund der hohen Energiekosten vorweisen. Hier sind maximale Zuschüsse von bis zu 25 Millionen Euro möglich.

Stufe 4
In Stufe 4 können nur ausgewählte Branchen, wie beispielsweise Stahlhersteller, unterstützt werden. Hier sind maximale Zuschüsse von bis zu 50 Millionen Euro möglich.

Fristen und Fakten des Energiekostenzuschusses für Unternehmen

Förderungszeitraum

Es werden Energie-Mehrkosten vom 1. Februar 2022 bis zum 30. September 2022 gefördert.

Voranmeldung

Auf Basis von wenigen Stammdaten erfolgt zunächst eine Voranmeldung im aws Fördermanager. Diese Voranmeldung wird von 7. November 2022 bis 28. November 2022 möglich sein. Unternehmen erhalten in der Folge eine Absendebestätigung und Informationen über einen Zeitraum für die formale Antragseinreichung.

Antragsstellung

Pro Unternehmen kann nur ein Antrag gestellt werden. Dieser muss alle förderbaren Energieformen umfassen. Die formale Antragseinreichung ist ab 29. November 2022 bis spätestens 15. Februar 2023 möglich.

Auszahlung

Die Auszahlung erfolgt auf Basis der bei Antragstellung vorgelegten Unterlagen.

Nicht berechtigte Unternehmen

Ausgenommen sind unter anderem Unternehmen, die gemäß volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung als staatliche Einheit gelten, aber auch energieproduzierende oder mineralölverarbeitende Unternehmen sowie Unternehmen aus dem Bereich Banken- und Finanzierungswesen.

Zusätzlich zum Energiekostenzuschuss wird aktuell an einem Pauschalfördermodell für Kleinst- und Kleinbetriebe gearbeitet, die die Anspruchsvoraussetzungen für den Energiekostenzuschuss nicht erfüllen.

Anmerkungen

*Die 3 Prozent beziehen sich auf den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2021, wenn dieser nicht verfügbar ist, auf den letztgültigen Jahresabschluss. In der Stufe 1 kann darüber hinaus die Berechnung auf Grundlage der Daten vom 1. Jänner 2022 bis 30. September 2022 erfolgen, sofern dies von Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern oder Bilanzbuchhaltern festgestellt wird. Die Entscheidung, welcher Zeitraum in der Stufe 1 als Referenzzeitraum herangezogen wird, obliegt den Unternehmen. Ausgenommen von diesem Eingangskriterium sind Betriebe bis maximal 700.000 Euro Jahresumsatz.

**Während Stufe 1 nationale Spielräume erlaubt, sind die Förderkriterien ab Stufe 2 europarechtlich besonders eng vorgegeben.

Weiterführende Informationen

https://www.aws.at/ukraine-krieg-sonder-foerderungsprogramme/aws-energiekostenzuschuss/

Richtlinie Energiekostenzuschuss (PDF, 690 KB)

Kontakt

Bei Fragen zum Energiekostenzuschuss wenden Sie sich gerne an POST.IV3_22@bmaw.gv.at